Evaluationskonzept

Zweck der Durchführung und Auswertung der Evaluation ist es, Erkenntnisse für die Entwicklung der bundesweiten eRezept-Lösung zu gewinnen, um daraus notwendige technische, organisatorische und bei Bedarf regulatorische Entwicklungen anzustoßen.

Aufgrund der vergleichsweise kleinen Stichprobe kombinieren wir Onlinebefragungen als Instrument zur quantitativen Analyse mit Interviews im Rahmen der projektbegleitenden Vor-Ort-Betreuung im Sinne einer qualitativen Analyse.

Das Evaluationskonzept sieht vor, alle am Arzneimittel-Versorgungsprozess unmittelbar Beteiligten und Betroffene in die Evaluation einzubeziehen. Dazu werden Ärzte/innen, Apotheker/innen und Patient/inn/en gleichermaßen befragt.

Projektbegleitend erfolgte eine intensive Vor-Ort-Betreuung in den Praxen. Dabei wurden entlang der gewählten Untersuchungsperspektiven Herausforderungen in Bezug auf die Organisation, die Prozesse und die notwendige technische Ausstattung identifiziert. Die Erkenntnisse der Befragungen wurden genutzt, um konkrete Verbesserungsoptionen und -ansätze bereits für die laufende Umsetzung zu ermitteln. In Anlehnung an den Demingkreislauf (Plan – Do – Check – Act) konnten so bereits im Projektverlauf Optimierungen realisiert werden. So wurden u. a. die Patienteninformation angepasst und in englischer und türkischer Sprache übersetzt.

Mit der quantitativen Analyse im Rahmen der Onlinebefragung sollen insbesondere die Nutzerfreundlichkeit (ease of use), die Nützlichkeit (usefulness) und die Bereitschaft zur künftigen Anwendung (predicted future usage) der eRezept-Lösung in der jeweiligen Zielgruppe ermittelt werden. Diese Faktoren werden in der Softwareentwicklung seit vielen Jahren unter dem Namen „Technology Acceptance Model (TAM)“ als zentrale Akzeptanzindikatoren im Rahmen der Produktentwicklung genutzt. Anwender sind dann zur Nutzung einer Lösung bereit, wenn deren Einsatz als einfach empfunden wird, also ohne große Erklärungen leicht von der Hand geht, z.B. durch die Verwendung bekannter, in anderen Kontexten erlernter Bedienmuster. Das zweite Kriterium ist der Nutzen einer Lösung. Lässt sich ein Vorgang künftig einfacher oder schneller erledigen, entstehen geringere Wartezeiten oder vermeidet die Lösung Fehler, dann wird sie von den Anwendern akzeptiert. Das erprobte Modell wird im eRezept-Projekt auf die Gesamtlösung angewendet.

Mit der Beantwortung der Fragen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Lösung aktiv mitzugestalten und dafür zu sorgen, dass die Lösung noch besser auf ihre Bedürfnisse und Anforderungen ausgerichtet werden kann.

Um Zugriff auf die Ergebenisse zu erhalten benötigen Sie einen Zugang zu unserem geschützten Bereich. Interessierte können sich an unser Projektbüro wenden.

Kontakt zum Projektbüro

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an unser Projektbüro wenden.